Die Frage „Bekommt man von Snus Krebs?“ wird häufig gestellt – ebenso wie „Ist Snus weniger schädlich als Rauchen?“. Dieser Artikel liefert einen faktenbasierten Vergleich zwischen dem Krebsrisiko von Snus und dem Krebsrisiko von Zigaretten.
Snus vs. Zigaretten: Der wichtigste Unterschied
Zigaretten verursachen beim Rauchen Verbrennungsprozesse, durch die Tausende Chemikalien entstehen – darunter viele hochgradig krebserregende Stoffe wie Benzol, Formaldehyd oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).
Snus hingegen wird nicht verbrannt, sondern in den Mund gelegt. Dadurch entstehen weit weniger Schadstoffe. Trotzdem enthält Snus tabakspezifische Nitrosamine (TSNAs) – ebenfalls krebserregend.
Erhöht Snus das Krebsrisiko?
Ja. Snus kann bestimmte Krebsarten begünstigen, vor allem durch TSNAs und andere Tabakinhaltsstoffe. Das Risiko ist jedoch deutlich niedriger als bei Zigaretten.
Krebsarten, die mit Snus in Verbindung gebracht werden können
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Bauchspeicheldrüsenkrebs
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Mundhöhlenkrebs
Für diese Krebsarten wurden in Studien leichte bis moderate Risikoerhöhungen festgestellt.
Krebsarten, bei denen Snus kein erhöhtes Risiko zeigt
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Lungenkrebs
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Kehlkopfkrebs
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Blasen- oder Nierenkrebs
Diese Risiken bleiben vor allem deshalb niedrig, weil kein Rauch inhaliert wird.
Wie schädlich sind Zigaretten im Vergleich?
Zigaretten zählen laut internationalen Gesundheitsbehörden zu den aggressivsten krebserzeugenden Konsumprodukten überhaupt. Mehr als ein Dutzend Krebsarten sind nachweislich durch das Rauchen erhöht, darunter:
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Lungenkrebs (stark erhöht)
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Kehlkopfkrebs
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Speiseröhrenkrebs
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Blasenkrebs
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Bauchspeicheldrüsenkrebs
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Mundhöhlenkrebs
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Leukämien
Für viele dieser Krebsarten gibt es keinen sicheren Schwellenwert: Schon geringe langfristige Rauchmengen erhöhen das Risiko erheblich.
Direkter Vergleich: Krebsrisiko Snus vs. Rauchen
1. Anzahl krebserzeugender Stoffe
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Snus: deutlich weniger Karzinogene, aber TSNAs immer vorhanden
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Zigaretten: mehrere tausend chemische Verbindungen, viele davon stark krebserregend
2. Wahrscheinlichkeit, Krebs zu entwickeln
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Snus: leicht bis moderat erhöhtes Risiko für wenige Krebsarten
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Zigaretten: stark erhöhtes Risiko für zahlreiche Krebsarten
3. Wirkort
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Snus: hauptsächlich Schleimhäute und Bauchspeicheldrüse betroffen
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Zigaretten: gesamter Atemtrakt + mehrere Organe durch Blutkreislauf betroffen
Ergebnis:
Snus ist weniger krebserregend als Zigaretten, aber nicht krebsfrei und bleibt ein riskantes Tabakprodukt.
Wie schneiden tabakfreie Nikotinbeutel im Vergleich ab?
Tabakfreie Nikotinbeutel enthalten kein Tabak und damit keine TSNAs.
Das Krebsrisiko scheint daher deutlich geringer zu sein als bei Snus oder beim Rauchen. Da aber Langzeitstudien fehlen, können endgültige Aussagen noch nicht getroffen werden.
Zusammenfassung: Bekommt man von Snus Krebs – und wie stark im Vergleich zu Zigaretten?
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Snus kann Krebs verursachen, vor allem im Mundraum und in der Bauchspeicheldrüse.
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Das Risiko ist klar niedriger als bei Zigaretten, die zu den stärksten bekannten Krebsverursachern gehören.
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Gegenüber völliger Tabakabstinenz bleibt Snus jedoch ein signifikanter Risikofaktor.
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Tabakfreie Nikotinbeutel enthalten keine typischen Tabak-Karzinogene, sind aber aufgrund fehlender Langzeitdaten nicht automatisch unbedenklich.





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